Finanzinvestoren versus niedergelassene Ärzte

Betreff: Finanzinvestoren versus niedergelassene Ärzte - Nachtrag

Datum: Tue, 5 Aug 2025 13:16:02 +0200

Von: Wolfgang Gerstenhöfer <[email protected]>

 

An: [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected]

 

Kopie (CC): [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected], [email protected]

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

inzwischen hat mein Schwiegervater einen niedergelassenen Augenarzt in Bergheim/Erft aufgesucht.

 

Dieser hält - im Gegensatz zur Ober Scharrer Gruppe GmbH mit Sitz in Fürth (Bayern) - weder eine Angiograpie noch eine Kontrolluntersuchung alle drei Monate für erforderlich, für medizinisch notwendig.

 

Was soll man davon halten? Wie sieht es dann erst bei Privatpatienten aus?

 

Bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil!

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Wolfgang Gerstenhöfer

 

Zaunkönigweg 5

50189 Elsdorf/Rheinland

 

Am 30.06.2025 um 11:16 schrieb Wolfgang Gerstenhöfer:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

bitte nehmen Sie sich - vor dem Hintergrund der Erlebnisse meines Schwiegervaters dieser Angelegenheit an.

 

Es darf nicht sein, daß Ärzte und damit die medizinische Versorgung in die Abhängigkeit von Unternehmen geraten, deren primäres Interesse nicht die Patienten und die Medizin sind.

 

Dagegen, Geld verdienen zu wollen (und zu müssen), ist nichts zu sagen. Das müssen und wollen niedergelassene Ärzte auch.

 

Ich bin sogar ein glühender Anhänger und Verfechter der Idee und des Konzepts der Sozialen Marktwirtschaft im Sinne von Ludwig Erhard und Alfred Müller-Armack und setze mich dafür durchaus auch in unserem Gesundheitssystem ein.

 

Trotzdem gelten für das Gesundheitswesen eigene, besondere Regeln, die für mich der Hippokratische Eid gut zum Ausdruck bringt.

 

In medizinischen Einrichtungen egal welcher Rechtsform muß immer die Medizin das letzte Wort haben, ein Mediziner die Verantwortung tragen.

 

Eine Antwort der Geschäftsführer der Ober Scharrer Gruppe GmbH liegt bis heute nicht vor. Dies spricht für sich selbst und nicht für diese Finanzinvestoren als Betreiber von Arztpraxen:

 

https://www.tagesschau.de/investigativ/panorama/arztketten-monopolisierung-augenheilkunde-101.html

 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Mühe! Für Fragen und nähere Einzelheiten stehe ich Ihnen bei Interesse selbstverständlich gern zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Wolfgang Gerstenhöfer

 

Zaunkönigweg 5

50189 Elsdorf/Rheinland

 

Am 27.05.2025 um 11:38 schrieb Wolfgang Gerstenhöfer:

 

Sehr geehrte Frau Naumann, sehr geehrter Herr Müller, sehr geehrter Herr Baer,

 

bisher liegt mir noch keine Antwort auf meine Beschwerde vom 13. Mai 2025, noch keine Stellungnahme von Ihnen zu den in Ihrem Augenzentrum Jülich und damit auch in Ihrer Augenpraxis Bedburg herrschenden Regularien und dem sich daraus ergebenden Umgang mit Patienten, mit Ihren Kunden vor.

 

Dies damit rechtfertigen zu lassen, es habe sich um eine Mitarbeiterin in der Einarbeitung gehandelt, ist schon sehr dürftig, sehr durchsichtig und spricht leider auch nicht für Ihren professionellen Umgang mit Mitarbeitern, für Ihre Führungsfähigkeiten.

 

Die Mitarbeiterin war immerhin im Austausch mit einer anscheinend erfahrenen Mitarbeiterin. War es nicht sogar Frau Anja Schiffer, die Standortleiterin?

 

Außerdem sind Ihre Mitarbeiter nicht für das verantwortlich, was ganz offensichtlich von Ihnen oder Ihrem Vertreter in Jülich (Dr. med. Majid Eftekharzadeh?) entschieden wurde und wird.

 

Inzwischen liegt mir außerdem eine Kopie der Patientenakte vor. Dort heißt es, ich hätte mich geweigert, den Aufklärungsbogen vor der in Jülich vorgesehenen Angiographie in Bedburg abzugeben.

 

Das ist so nicht ganz richtig, zumindest unvollständig. Ich habe mich lediglich an die zwischen meinem Schwiegervater, Ihrem bisherigen Patienten, und mir auf der einen Seite und dem bei Ihnen beschäftigten Augenarzt (Herr Tip Dr. (univ. Istanbul) Sedat Kolayli) auf der anderen Seite gehalten, den ich irrtümlich für maßgeblich gehalten habe - nicht mehr und nicht weniger.

 

Ich sehe Ihrer Stellungnahme, Ihrer Erklärung nach wie vor mit Interesse entgegen. Sie werden verstehen, daß ich diese Angelegenheit nicht auf sich beruhen lassen werde. Sie hat für mich grundsätzliche gesundheitspolitische Bedeutung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Gerstenhöfer

 

Für die Barmer: X…

 

Betreff: Re: Termin Angiographie

Datum: Fri, 16 May 2025 14:00:42 +0200Von: Wolfgang Gerstenhöfer <[email protected]>

An: Schiffer, Anja <[email protected]>

Kopie (CC): [email protected], [email protected]

 

Sehr geehrte Frau Schiffer,

 

Ihre E-Mail habe ich erhalten.

 

Es ist schön, daß Sie sich entschuldigen möchten. Das können Sie aber nicht. Sie können sich nicht selbst entschuldigen. Das kann nur derjenige, den Sie um Entschuldigung bitten.

 

Nichtsdestotrotz nehme ich mal den guten Willen für die Tat.

 

Lassen Sie mich dazu noch anmerken, daß ich auch in der 2. Arbeitswoche eine andere Erwartung an einen Mitarbeiter hätte, der Kundenkontakt hat und damit das Image eines Unternehmens prägt. Allerdings weiß ich auch, daß man inzwischen froh sein darf, überhaupt Mitarbeiter zu finden.

 

Auch von dem Vereinbaren eines Termins habe ich eine andere Vorstellung, als Sie sie anscheinend haben.

 

Mein Schwiegervater hat sich zwischenzeitlich gegen eine Angiographie in der MVZ Augenzentrum Jülich GmbH entschieden. Sie können den Termin also anderweitig vergeben.

 

Das Vertrauen in die Ober Scharrer Gruppe GmbH ist leider verloren gegangen. Immer wieder wechselnde Ärzte, die anscheinend gar keine Verantwortung für ihre Praxis tragen, sind einem vertrauensvollen Arzt-Patienten-Verhältnis leider eher abträglich.

 

Er und ich sehen der Stellungnahme Ihrer - von mir am 13.5.2025 angeschriebenen - Geschäftsführung und der - mit meiner E-Mail vom 14.5.2025 erbetenen - Kopie der Patientenakte entgegen. Dann wird man weitersehen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Gerstenhöfer

 

Für die Barmer: X…

 

Betreff: Termin Angiographie

Datum: Wed, 14 May 2025 09:25:52 +0000

Von: Schiffer, Anja <[email protected]>

An: [email protected] <[email protected]>

 

Sehr geehrter Herr Gerstenhoefer,

 

zuerst möchte ich mich für die Situation hier im Standort entschuldigen. Bei den zwei Mitarbeiterinnen, die Sie gesehen haben, handelt es sich bei einer um eine neue Angestellte die Ihre 2. Arbeitswoche hatte und noch angelernt wird, daher konnte Sie Ihnen noch nicht behilflich sein.

 

Gerne würde ich Ihnen den Termin für Ihren Schwiegervater mitteilen. Dieser ist für Donnerstag, den 22.05.2025 um 11:30 in Jülich geplant.

 

Wir schicken heute eine Tropfanleitung und Tropfen an Ihren Schwiegervater, damit beide Augen vorher von Ihnen zu Haus getropft werden können.

 

Herr Nelhübel darf an diesem Tag kein Auto fahren.

 

Bitte denken Sie die Einwilligung zum Termin mitzubringen.

 

Die Adresse vom Augenzentrum Jülich, Kurfürstenstr. 15, 52428 Jülich

 

Mit freundlichen Grüßen

Anja Schiffer

Standortleitung Bedburg

E-Mail [email protected]

Tel +49 (0) 2272-7917

MVZ Augenzentrum Jülich GmbH 

Filiale Bedburg

Lindenstr. 1 A

50181 Bedburg

www.osg.de

 

Am 13.05.2025 um 16:35 schrieb Wolfgang Gerstenhöfer:

 

Beschwerde über die OSG Augenpraxis Bedburg wegen fehlender Koordination und Kompetenz und einem Mangel an Kundenorientierung und Fingerspitzengefühl im Umgang mit älteren, pflegebedürftigen Patienten

 

Sehr geehrte Frau Naumann, sehr geehrter Herr Müller, sehr geehrter Herr Baer,

 

hiermit beschwere ich mich über Ihre Mitarbeiter in der OSG Augenpraxis Bedburg und bitte Sie um eine Stellungnahme - und einen Termin für die medizinisch notwendige Untersuchung meines Schwiegervaters.

 

Mein Schwiegervater Herr Johann Nelhübel ist pflegebedürftig, 85 Jahre alt und seit dem 19. Februar 2024 Patient in Ihrer Augenarztpraxis, seinerzeit bei Frau Dr. (YU) Jasna Kusen-Mahac.

 

Heute hatte er wieder einen Termin für eine regelmäßige Kontrolluntersuchung.

 

Da ich meinen Schwiegervater unterstütze und begleite, hat mich Herr Tip Dr. (univ. Istanbul) Sedat Kolayli dazu gebeten, um mir mitzuteilen, daß bei meinem Schwiegervater eine Angiografie des rechten Auges wegen einer beginnenden Makuladegeneration angeraten sei.

 

Diese könne allerdings nicht in der Praxis in Bedburg, sondern müsse im OSG Augenzentrum Jülich durchgeführt werden.

 

Daraufhin bekam ich einen Aufklärungsbogen mit der Bitte, diesen gemeinsam mit meinem Schwiegervater zu lesen, auszufüllen, von ihm unterschreiben zu lassen und ihn zu dem Termin in Jülich mitzubringen und an der Anmeldung einen Termin für die Untersuchung zu vereinbaren.

 

Bis zu diesem Zeitpunkt machte alles einen professionellen und patientenorientierten Eindruck.

 

Mein Schwiegervater und ich gingen also zur Anmeldung, um einen Termin für die Angiografie zu vereinbaren. Dort saßen zwei Mitarbeiterinnen.

 

Nach einer Weile wurde eine der beiden Mitarbeiterinnen auf uns aufmerksam. Mein Schwiegervater, sichtlich sehr schlecht zu Fuß, stützte sich in einem Türrahmen ab. Ihre Mitarbeiterin befaßte sich eine weitere Weile mit ihrem PC, um dann nach dem Namen des Patienten zu fragen. Es dauerte wieder einige Zeit, bis sie noch um etwas mehr Geduld bat und verschwand. Nach einiger Zeit kam sie wieder und fragte nach einem Aufklärungsbogen. Den gab ich ihr, nachdem sie anscheinend ganz erstaunt darüber war, daß ich ihn in meiner Tasche hatte.

 

Sie schaute sich den Bogen an und stellte fest, daß er noch nicht ausgefüllt und unterschrieben sei. Ein Termin könnte erst vereinbart werden, wenn der Aufklärungsbogen ausgefüllt und unterschrieben eingesannt und nach Jülich geschickt werden könnte.

 

Sie erwartete tatsächlich, daß mein Schwiegervater mit seinen getropften Augen, auf dem linken Auge ohnehin bereits fast blind und sichtlich schon ziemlich erschöpft, sich jetzt und sofort mit dem Aufklärungsbogen befassen, ihn ausfüllen und unterschreiben solle. Alternativ könnte ich morgen noch einmal von Elsdorf nach Bedburg fahren, den Bogen abgeben und einen Termin vereinbaren.

 

Daraufhin bestand ich mit Hinweis auf die Aussagen des behandelnden Arztes, den ich bis dahin irrtümlich für den Chef dieser Praxis gehalten habe, auf eine Terminvereinbarung. Dies sei nicht möglich, weil viele Patienten den Aufklärungsbogen nicht zum Untersuchungstermin mitbrächten. Man habe entsprechende Anweisungen, an die man sich halten müsse. Ein Sitzplatz wurde meinem Schwiegervater die ganze Zeit über nicht angeboten.

 

Nachdem noch eine dritte Mitarbeiterin dazu gekommen war, die unsere primäre Ansprechpartnerin wohl nach ihrem Verschwinden bereits um Rat gefragt hatte, und das angeblich von der Standortleitung in Jülich vorgegebene Verfahren bestätigt hat, war man dann schließlich bereit, sich meine Telefonnummer zu notieren, unter der sich bei mir ein Mitarbeiter Ihres OSG Augenzentrums Jülich melde würde, um einen Termin zu vereinbaren.

 

Ich war und bin über dieses Vorgehen, über diesen unabgestimmten und wenig empathischen Umgang entsetzt und empört. Das hat mit Patienten- bzw. Kundenorientierung nichts, aber auch gar nichts zu tun, hoffe aber, daß auch Sie im Sinne eines modernen Beschwerde- und Kundenbindungsmanagements Beschwerden als Chancen sehen.

 

Daher sehe Ihrer Sicht der Dinge mit sehr großem Interesse entgegen und erwarte, daß es zeitnah zu einer Terminvereinbarung für die Angiografie in Jülich kommt.

 

Mit freundlichen Grüßen nach Fürth und Jülich - auch an Herrn Dr. med. Majid Eftekharzadeh

Wolfgang Gerstenhöfer

 

Zaunkönigweg 5

50189 Elsdorf/Rheinland

 

Für die Barmer: X…